Kulturschmiede Wanzka

Neues Leben in der alten Schmiede

Die alte Schmiede

1. Die alte Schmiede

Der Kulturkreis Wanzka e.V. wurde am 22. Oktober 2005 von sieben Bürgern des Ortes gegründet. Der gemeinnützige Verein organisiert seitdem zahlreiche kulturelle Veranstaltungen in der alten Feldsteinschmiede, die er aus Privathand im Jahr 2006 als Domizil erwarb. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude ist zum soziokulturellen Zentrum des Dorfes geworden. Die alte Felssteinschmiede wurde etwa Ende des 19. Jahrhunderts erbaut. Historische Dokumente hierzu liegen jedoch nicht vor. Bis Anfang der 90iger Jahre des vergangenen Jahrhunderts wurde das Feldsteingebäude auch als Schmiede betrieben. Da das Gebäude unter Denkmalschutz steht, musste die bauliche Hülle bei der Rekonstruktion erhalten werden. Als der Kulturkreis Wanzka e. V. das Gebäude erwarb, waren weder Strom- noch Wasseranschlüsse vorhanden. Durch das Dach regnete es hindurch; durch die Fenster pfiff der Wind.
Im Rahmen des Umbaus und der Sanierung waren alle Hausanschlüsse und Versorgungsmedien zu legen; das Dach wurde abgerissen und erneuert; die Feldsteinwände vollumfänglich saniert und auch die vorhandenen alten Schmiedefenster wurden mit der Sanierung repariert und somit erhalten. Mit dem Innenausbau ist passend zur historischen Bausubstanz eine moderne Einrichtung installiert, die nicht nur schön ist, sondern auch den heutigen Anforderungen zur kulturellen Nutzung gerecht wird. Die Kosten der Sanierung betrugen rund 113.000,00 EUR.

Über den Landkreis wurde im Rahmen der europäischen Förderung Leader ein Zuschuss in Höhe von rund 41.000,00 EUR gezahlt. Auch die Gemeinde Blankensee beteiligte sich mit einer Cofinanzierung in Höhe von rund 10.000,00 EUR. Die darüber hinaus benötigten Geldmittel sind sowohl über Kredite der Sparkasse Mecklenburg-Strelitz als auch teilweise über private Spenden finanziert. Inzwischen ist die Kulturschmiede weit über die Grenzen der Gemeinde hinaus bekannt.

2. Gruppenfoto mit unserem ersten Vorstand v.l. Edeltraud Krampitz, Walter Reichert, Martina Bednorz, Jörg Gaede, Renate Grau-Sobiech

Aus Neubrandenburg, Neustrelitz, Feldberg und Burg Stargard aber auch Urlauber aus ganz Deutschland zählen zwischenzeitlich zu den Besuchern der zahlreichen Veranstaltungen. Das sind Musikabende, Buchlesungen, Vorträge über Kultur und Natur, die alle Generationen ansprechen.Dabei ist es unter anderem das Ziel des Vereins, nicht nur alle Generationen in die Organisation und Durchführung von Veranstaltungen mit einzubinden sondern auch „Alteingesessene“ und vor allem nach 1990 neu hinzugezogene Bürger der Dorfgemeinschaft zusammenzuführen. So ist es dem Kulturkreis Wanzka e.V. in den vergangenen Jahren gelungen, mit einer Vielzahl alle Lebensbereiche berührenden Veranstaltungen die Schmiede zu einem attraktiven Mittelpunkt des Dorflebens in Wanzka zu machen. Zu den stets gut besuchten Veranstaltungen zählen Vorträge über Heimatgeschichte, Natur- und Naturschutz in unserer Region, aber auch Abende am Kamin mit Geschichten zur heimischen Sagenwelt, Buchlesungen und Musikabende. Bastel- und Märchennachmittage am Kamin für Kinder erfreuen sich sehr großer Beliebtheit.

Besonders stark engagierten sich die Vereinsmitglieder bei der Vorbereitung und Durchführung der 725-Jahr-Feier von Wanzka. Zur Geschichte von Wanzka findet ihr auch einen Artikel nebst historischen und aktuellen Fotos geschrieben von unserem Bürgermeister Wulf Bednorz aus Anlass des Bestehens des Ortes zur 725-Jahr-Feier im Jahr 2008. Auch über die eigentliche Vereinstätigkeit hinaus unterstützen unsere Mitglieder die Gemeinde z. B. bei der jährlichen Organisation der Seniorenweihnachtsfeier oder bei Arbeitseinsätzen in der gemeindeeigenen Parkanlage. Mit viel Eigeninitiative unserer Vereinsmitglieder aber auch vieler weiterer Einwohner aus dem Dorf sind rustikale Tische und Bänke aus Eichenholz für das Außengelände im Bereich der Schmiede gebaut worden. Auch diese gemeinsamen Arbeitseinsätze dienen unserem Hauptziel, die Dorfgemeinschaft weiter zu festigen.

Übrigens: Das Wahrzeichen des Vereins, das sich auch stilisiert in seinem Logo wiederfindet, ist ein großes eisernes Schwungrad. Das alte Maschinenteil wurde bei der Übernahme der Schmiede geborgen und hängt nun dort über dem Kamin.

 

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